my 2 cents // Warum Fensterputzen keine Wissenschaft sein sollte

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Hi!

Öfter mal was Neues – oder das, was mir halt gerade durch den Kopf geht. Aber von Anfang an:

Als ich vorhin in der Sonne auf unserer Winz-Terrasse lag, fiel mir beim Blick auf unsere eh schon hässliche Glastrennwand auf, wie sehr mich die dreckigen Wasserflecken darauf störten. Also unterbrach ich meine Bräunungsroutine (alle 15 Minuten wenden :D), schnappte mir einen Wassereimer mit Allesreiniger, ein Mikrofasertuch, No-Name Glasreiniger und eine Rolle Zewas. Und dann habe ich meine Fenster geputzt – und zwar in genau der Zeit, die es braucht, erst mit einem feuchten Lappen den groben Schmutz und dann mit Zewa den Glasreiniger wegzuwischen.

Das mag jetzt alles recht banal und einleuchtend klingen, aber ihr habt wahrscheinlich auch nicht mit einer Mutter zusammengelebt, die fast schon religiös jedes „Wundermittelchen“ ausprobiert hat, das streifenfreie Klarheit versprach. Wobei, ich glaube, Kartoffelwasser hat sie nie verwendet…

Was ich eigentlich sagen will: Warum verkopfen wir uns wegen so unsinniger Sachen wie perfekt durchsichtige Fenster? Ist unsere Lebenszeit nicht zu wertvoll, um sie einer mehrstündigen Säuberungs-Routine à la Sisyphos zu opfern, nur damit Regen, Wind, Katze und Fliegen (Ja, Kleinvieh macht auch viel Mist!) unser Werk wieder zerstören? Klar, finde ich Fenster, durch die man durchsehen kann, auch toll. Aber muss ich mich schlecht fühlen, weil ich nicht die perfekte Hausfrau bin und meine Gäste unter Umständen sehen, dass ich nicht den neuesten Anti-Schlieren-Trick kenne und meine Fensterscheibe daher nie aufs Cover des H.O.M.E.-Magazins kommen wird?

Nein! Und das gilt nicht nur für Fensterscheiben (ich hoffe, das ist inzwischen jedem klar geworden, der bis hierhin durchgehalten hat), sondern für alle Lebensbereiche. Nicht immer ist mehr auch mehr, manchmal muss man eben auch Fünfe grade sein lassen. Und zu lernen, WANN genau, das ist gerade einer meiner größten Aufgaben.

In diesem Sinne: Genießt das Leben und eure blickdichten Fensterscheiben, es grüßt euch (k)eine Haushaltsfee 😉

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Nathalie

4 Gedanken zu “my 2 cents // Warum Fensterputzen keine Wissenschaft sein sollte

  1. Und auch die Wohnung muss nicht wie geleckt aussehen 😉 Ich glaube, das ist wirklich so eine Einstellungssache und unsere Elterngeneration wurde da doch noch ganz anders erzogen…

  2. Fenster putzen? Wozu, solange noch Licht durch kommt? XD
    Im 5. Stock wohnen hat Vor- und Nachteile.
    Vorteil: Die meisten Viecher wie Mücken und Wespen kommen nicht bis hier rauf und durchs Fenster einbrechen kann nur Spiderman, wir können die Fenster also auf Kipp lassen soviel wir wollen.
    Nachteil: Wind und Wetter klatschen ständig voll an die Fenster. Nach spätestens einer halben Woche nach dem Putzen sehen die Fenster aus wie vorher, wodurch man nicht unbedingt motiviert wird, sie regelmäßig zu putzen.

    Aber bei uns sieht es sowieso immer nur dann wie geleckt aus, wenn Gäste kommen. Den Rest des Jahres herrscht das Chaos. ^^

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